CHEMISCHE FORMEL
FACHINFORMATION
Handelsname Kamagra
Freiname Sildenafil Citrate
Wirkungsgruppe PDE-5-Hemmer
ATC-Code BE03
CAS-Nummer 139755-83-2
Rezeptpflichtig Ja
IUPAC-Name 1-{[3-(1-Methyl-7-oxo-3-propyl- 6,7-dihydro-1H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl)- 4-ethoxyphenyl]sulfonyl}- 4-methylpiperazin
Summenformel C22H30N6O4S
Kamagra keine Wirkung

Warum hat Kamagra keine Wirkung manchmal?

Die erektile Dysfunktion ist ein häufiges Problem bei Männern mit Diabetes. Die Häufigkeit der erektilen Dysfunktion erhöht sich mit dem Alter, von 5 Prozent bei Männern in der Altersgruppe 20 bis 75 Prozent bei Männern ab 65.

Die Ursache für Erektionsstörungen bei Männern mit Diabetes liegt normalerweise an einer mangelnden Versorgung des Penis mit Blut sowie an der Schädigung von Nerven, die für den Erektionsmechanismus verantwortlich sind. Eine Senkung von Testosteron gilt auch als eine Ursache bei einigen Männern mit Diabetes.

Seit 1998, als Sildenafil (Markennamen Viagra, Kamagra etc.) in Apotheken erschien, gibt es eine wirksame Therapie der erektilen Dysfunktion für viele Männer mit Diabetes.

Etwas später erschienen solche Potenzpillen wie Tadalafil (Cialis) und Vardenafil (Levitra), die ähnlich wirken. Bei rund 50 Prozent der Männer mit Diabetes Typ 1, die die genannten Potenzpillen ausprobierten, verbesserte sich die Erektion sowie bei rund 60 Prozent der Patienten mit Diabetes Typ 2.

Allerdings bleibt ein großer Anteil von Männern mit Diabetes und Erektionsstörungen, bei denen Tadalafil, Vardenafil, Sildenafil oder Kamagra keine Wirkung haben.

Hier setzen wir uns mit der möglichen Behandlung der Männer auseinander, bei denen Potenzmittel nicht wirken.

Warum wirkt Kamagra nicht?

Es gibt mehrere Gründe, warum Patienten die erwünschte Wirkung nach der Einnahme der Potenzpillen nicht erzielen.

In einigen Fällen bekommen Patienten sehr starke Nebenwirkungen, die die potenzsteigernde Wirkung des Potenzmittels zunichte machen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Kopfschmerzen, Gesichtsrötungen, Nasenverstopfung und vorübergehende Sehstörungen.

2007 warnte die FDA vor einem plötzlichen Horverlust im Beipackzettel zu Sildenafil. Es ist nicht ganz klar, dass gerade Sildenafil einen plötzlichen Hörverlust verursacht, allerdings gab es ein paar Berichte von den Patienten über diese Nebenwirkung ein paar Stunden oder Tage nach der Einnahme des Potenzmittels.

Eine andere Ursache dafür, dass Kamagra keine Wirkung hat, liegt an einer fehlenden sexuellen Erregung oder Stimulation vor dem Versuch, Sex zu haben.

Sildenafil in Kamagra sorgt für eine Erektion, indem es eine starke Blutzufuhr zum Penis fördert. Es wirkt aber nicht als ein Aphrodisiakum oder ein Auslöser der Erektion. Ein Mann, der nicht in der Stimmung ist oder keine ausreichende körperliche Stimulation hat, würde keine Erektion bekommen.

Eine andere Ursache dafür, dass Kamagra nicht wirkt, ist die Aufnahme einer fettreichen Mahlzeit vor oder währende der Einnahme des Potenzmittels. Fett in solcher Mahlzeit reduziert die Absorption des Medikamentes im Magen.

Eine Angst vor dem Geschlechtsverkehr nach einer langen Enthaltsamkeit, eine Angst vor Nebenwirkungen sowie seelische Probleme wie ein Schuldgefühl oder religiöse Ansichten bezüglich des Geschlechtsverkehrs beeinträchtigen die Fähigkeit, eine Erektion zu erreichen und aufrecht zu erhalten.

In vielen hier erwähnten Fällen könnte ein Gespräch zwischen dem Arzt, dem Mann und seiner Partnerin helfen, den Erfolg bei der Behandlung zu erreichen.

Für Männer, die starke Nebenwikungen erleben oder bei denen Sildenafil aus anderen Gründen (z.B. die Anwendung von solchen Medikamenten wie Nitroglycerin) nicht eingesetzt werden darf oder die trotz Beratung zu einer richtigen Anwendung keine Erektion bekommen, gibt es andere Behandlungsoptionen, die sexuell aktiv zu bleiben helfen.

Warum ist es wichtig, Kamagra richtig einzunehmen?

Damit billige Kamagra wie gewünscht wirkt, soll es selbstverständlich richtig verwendet werden, d.h. es soll 30 — 45 Minuten vor dem Sexualkontakt genommen werden.

Es wäre sinnvoll, Kamagra auf nüchternen Magen einzunehmen oder mindestens fettreiche Mahlzeiten zu vermeiden. Eine ausreichende Stimulation der Geschlechtsorgane ist vor dem Geschlechtsverkehr erforderlich.

Kleine Mengen Alkohol (1—2 Gläser) reduzieren die Wirksamkeit des Potenzmittels nicht. Zu viel Alkohol aber stört den Mann, eine Erektion zu bekommen.

Der Patient sollte das Potenzmittel mindestens 4mal ausprobieren, um feststellen zu können, ob es bei ihm wirkt oder nicht.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Mann mit Diabetes andere Gesundheitsprobleme hat, zum Beispiel Bluthochdruck, mehrere Medikamente einnimmt oder keinen Geschlechtsverkehr in den letzten Jahren hatte. Diesem Mann würde es schwerfallen, nach der allerersten Einnahme der Potenzpille eine für den Sexualakt ausreichende Erektion zu bekommen. Die meisten Männer sollen das Potenzmittel mehrmals ausprobieren, bis sie die gewünschte Kamagra Wirkung erzielen.

Einige Ärzte bevorzugen die Behandlung mit einer kleinen Dosis zu beginnen und sie je nach Wirksamkeit zu erhöhen, bis sie herausfinden, dass die jeweilige Dosis am besten wirkt.

Andere Ärzte verordnen dagegen die Maximaldosis und reduzieren diese, falls der Patient Beschwerden über Nebenwirkungen hat. In beiden Fällen ist es wichtig, dass der Patient seinen Arzt darüber informiert, wie jede Dosis wirkt.

Für manche Männer könnte die tägliche Einnahme einer kleinen Dosis des Potenzmittels die Verbesserung der Versorgung des Penis mit Blut fördern und somit für bessere Erektionen sorgen.

Wenn Kamagra nicht wirkt, kann der Arzt ein anderes Potenzmittel oder eine invasive Therapie verordnen. Es ist bewiesen, dass wenn ein Potenzmittel nicht hilft, hilft ein anderes.

Ein niedriger Testosteronspiegel

Bevor der Patient entscheidet, dass Kamagra keine Wirkung bei ihm erzielt, soll er seinen Testosteronspiegel messen lassen, um herauszufinden, ob ein Hormonmangel für Erektionsstörungen verantwortlich ist oder nicht.

Zu den Symptomen eines niedrigen Testosteronspiegels gehören ein geringer Sexualtrieb und Unfruchtbarkeit.

Bei einem Testosteronmangel kann der Arzt eine entsprechende Behandlung verschreiben. In manchen Fällen hilft allein die Testosteronbehandlung Erektionsstörungen zu bekämpfen. Oder sie kann mit der Anwendung von Potenzpillen kombiniert werden.

Kombinierte Behandlung

Die Wirksamkeit einer kombinierten Behandlung wurde bei einigen Männern bestätigt, denen Sildenafil und andere Potenzmittel allein nicht helfen. Die Anwendung von zwei Medikamenten mit verschiedenen Wirkungsmechanismen erzielt bessere Ergebnisse.

Normalerweise wird Sildenafil in Kombination mit Alprostadil Zäpfchen verwendet, die in die Harnröhre eingeführt werden. Alprostadil verbessert die Durchblutung im Penis, aber auf eine andere Weise.

Alprostadil kann zudem direkt in den Penis injiziert werden. Zu diesem Zweck wird eine Spritze mit einem sehr kleinen Nadel verwendet, sodass Schmerzen oder jegliche unangenehme Empfindungen völlig ausgeschlossen sind. Penis-Spritzen können alleine oder zusammen mit den Potenzpillen verwendet werden.

In der kombinierten Behandlung kann außerdem eine Penispumpe und Potenzpillen gleichzeitig verwendet werden. Eine Penispumpe fördert auf mechanische Weise die Blutzufuhr zum Penis. Es könnte den Männern hilfreich sein, bei denen das Blut aus dem Penis so schnell abfließt wie es reinfließt.

Chirurgischer Eingriff

Eine Operation wird als eine Option betrachtet, nachdem andere Behandlungsmethoden versagt haben. Es wird eine Penisprothese oder ein Implantat eingesetzt.

Emotionale Seite

Unabhängig von den Ursachen verursachen Erektionsstörungen viel Stress oder andere emotionale Reaktionen. Nicht selten kommt es zu Problemen in der Partnerschaft wegen Erektionsstörungen, wenn sich einer der Partner emotional zurückzieht, oder wenn es über das Problem überhaupt nicht gesprochen wird. Es ist ganz möglich, dass die Beziehungen nach einer Zeit ohne Geschlechtsverkehr wiederum belebt werden.

Eine psychologische Beratung könnte vielen Männern oder Paaren helfen, auch wenn die Ursachen für Erektionsstörungen körperlich sind. Ein Psychologe kann helfen, ohne Verlegenheit das Problem zu besprechen und realistische Erwartungen beim Sex zu bekommen.


Quellen

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